Das sind wir

Die Freudberg Trägergesellschaft wurde von Nizar Rokbani und Jens Großpietsch gegründet. Beide Gründer verbindet die tiefe Überzeugung: Bildungsgerechtigkeit ist eine gesellschaftliche Verpflichtung, die aktiv gestaltet werden muss. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer Sven Michallik und der Geschäftsleitung Anna Nikitin füllen sie diese Verpflichtung jeden Tag aufs Neue mit Leben und Verantwortung. 

NIZAR ROKBANI

 

 

Nizar Rokbani wuchs als Sohn tunesischer „Gastarbeiter“ in Berlin-Moabit auf. Er erlebte, wie seine Mutter 40 Stunden pro Woche im Niedriglohnsektor arbeitete, während er und seine Geschwister ihr nach der Schule bei der Arbeit halfen. Er weiß, was es bedeutet, am Monatsende kein Geld mehr zu haben und Nachbarn um Milch bitten zu müssen. Gleichzeitig hatte er das Glück, auf engagierte Lehrkräfte zu treffen, die sein Potenzial erkannten und förderten. Diese Erfahrung, dass individuelle Förderung Leben verändern kann, motiviert ihn bis heute. Mit der Freudberg gGmbH will er der Gesellschaft etwas zurückgeben und allen Kindern und Jugendlichen die Chancen ermöglichen, die ihm selbst gegeben wurden.

Nizar Rokbani gründete nach seinem BWL-Studium 1999 gemeinsam mit seinen Geschäftspartnern die Budget-Hotel-Kette Meininger Hotels. Die Hotelgruppe expandierte erfolgreich europaweit auf 14 Standorte. Nach dem Verkauf seiner Anteile im Jahr 2013 widmete sich Nizar Rokbani verstärkt sozialen Projekten.

Mit der Gründung der Freudberg gGmbH im Jahr 2016 hat er nachhaltige Strukturen im Sozial- und Bildungsbereich aufgebaut und gezeigt, dass unternehmerische Kompetenz und soziale Verantwortung gute Partner sind. Organisations- und Personalentwicklung, strategische Planung und nachhaltige Unternehmensführung sind seine Stärken und bilden die Grundlage für den kontinuierlichen Ausbau und die professionelle Steuerung des Trägers.

 

Jens Großpietsch wirkte maßgeblich an der Gründung der Freudberg gGmbH – insbesondere der Freudberg Gemeinschaftsschule – mit. Nach seinem Studium 1975 an der Pädagogischen Hochschule Berlin absolvierte er sein Referendariat an der Heinrich-von-Stephan-Schule in Moabit, wo er ab 1985 als Schulleiter bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2014 tätig war.

In dieser Zeit vollbrachte er  gemeinsam mit den Kolleg*innen das sogenannte „Wunder von Moabit“: Aus einer Problemschule im sozialen Brennpunkt, die Ende der 1980er Jahre kurz vor der Schließung stand, entwickelte er eine der erfolgreichsten Schulen Berlins. 1999 wurde die Schule zur integrierten Haupt- und Realschule umgewandelt, später zur Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe.

Jens Großpietsch gilt als Vorreiter reformpädagogischer Schulentwicklung in sozial benachteiligten Stadtteilen. Sein Erfolgsrezept: konsequente Orientierung am einzelnen Kind, individuelle Förderung statt Aussortierung, differenzierter Unterricht, Projektarbeit und forschendes Lernen sowie enge Zusammenarbeit mit Eltern. „Wir unterrichten Kinder, nicht Fächer“, fasst Großpietsch sein pädagogisches Grundprinzip zusammen.

Nach seiner Pensionierung arbeitete er zunächst als Berater für das Projekt „Teach First“, das Schulen in schwierigem sozialem Umfeld unterstützt. Seit 2016 ist er als Lehrer und Berater an der Freudberg Gemeinschaftsschule tätig.

JENS GROSSPIETSCH

ANNA NIKITIN

 

Anna Nikitin hat Sozialmanagement M.A. studiert und ist Dipl. Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin mit staatlicher Anerkennung. Darüber hinaus verfügt sie über das Hochschulzertifikat Betriebswirtschaft in sozialwirtschaftlichen Dienstleistungsunternehmen und nimmt an dem Collaborative Leadership Programm – Leadership Berlin teil, das Führungskräfte aus Wirtschaft, öffentlichem Dienst und dem gemeinnützigen Sektor zusammenbringt.

Sven Michallik ist ein echter Berliner, aufgewachsen in Berlin Spandau. Mit seinen Freunden zog er in seiner Jugend durch Berlin, entdeckte immer neue Ecken und machte die Stadt gemeinsam mit ihnen zu seinem Spielfeld und seinem Zuhause. Dieses Gefühl der Verbundenheit prägt ihn bis heute – und auch seine Vorstellung von Freudberg: als Teil Berlins, der das Leben in der Stadt mitgestaltet und Kindern, Jugendlichen und ihren Familien neue Möglichkeiten eröffnet.

Sein Studium der Grundschulpädagogik und seine langjährige berufliche Erfahrung in der Prozess- und Projektentwicklung bilden die Grundlage für seine Arbeit bei Freudberg: Er verbindet pädagogisches Verständnis mit dem Blick dafür, wie sich Ideen organisieren und umsetzen lassen.

Bereits kurz nach der Gründung der Freudberg Gemeinschaftsschule übernahm er deren kaufmännische Leitung, damals für die Montessori Stiftung Berlin. Neben der Finanzplanung und -verwaltung gestaltete er gemeinsam mit dem Schulgründer Nizar Rokbani und den Einrichtungsleitungen die kontinuierliche Weiterentwicklung der Gesellschaft und ihren Einrichtungen. Auch an der Gründung und dem Aufbau der Freudberg Kita im Jahr 2022 war er maßgeblich beteiligt.

Seit 2024 ist Sven Michallik Geschäftsführer der Freudberg Trägergesellschaft gGmbH. Er hat den Übergang in die eigenständige Trägerschaft begleitet und schafft die organisatorischen und wirtschaftlichen Grundlagen für die weitere Entwicklung von Schule, Kita und neuen Angeboten. Sein Ziel ist es, chancengerechte Bildung zu ermöglichen und mit den unterschiedlichen Bereichen der Trägergesellschaft eine nachhaltige Wirkung in der Berliner Gesellschaft zu entfalten.

Wo er die Trägergesellschaft in fünf Jahren sieht? „Ich wünsche mir, dass Freudberg noch stärker in Berlin verwurzelt ist und wir noch mehr Kinder, Jugendliche und Familien erreichen – mit guter Bildung, verlässlicher Begleitung und Raum für ihre Ideen. Wir wollen wachsen und dabei den persönlichen Blick auf jeden einzelnen Menschen bewahren.“

SVEN MICHALLIK